Projekte

Von Beginn an stand Kellerkind nicht nur für Open Air Festivals und das Tanzen unter freiem Himmel, sondern auch für die vielen sozialen Projekte die mit den Veranstaltungen unterstützt werden.

Ein fester Prozentsatz aller Gewinne wird jährlich an ausgewählte Projekte und Einrichtungen gespendet, die alle auf eigene Art und Weise Kindern oder Jugendlichen helfen.

Insgesamt ist dadurch bereits eine fünfstellige Summe an Geld- und Sachspenden zusammengekommen. Im Folgenden findet sich eine Übersicht über die Spendenprojekte der vergangenen Jahre.

Kinderkrippe Garching

Ein Teil unserer Spenden ist für lokale Projekte in München und Umgebung vorgesehen. Daher spendeten wir 2013 und 2017 unter anderem an die Nachbarschaftshilfe Garching. Die Spenden wurden dort speziell für die Kindergruppen eingesetzt.

Der soziale Verein Nachbarschaftshilfe Garching wurde 1969 gegründet und setzt sich seitdem für Rechte und Bedürfnisse der Garchinger BürgerInnen ein.

↳ Nachbarschaftshilfe Garching

SchlaU-Schule

Die SchlaU-Schule ist eine staatlich anerkannte Schule für junge, geflüchtete Menschen in München. Rund 220 Jugendliche werden hier in bis zu 15 Klassen unterrichtet und zu einem Schulabschluss geführt.

Die Unterstützung der Schüler*innen umfasst neben dem Schulunterricht, eine gezielte, intensive individuelle Förderung, die es den Jugendlichen bereits nach kurzer Zeit ermöglicht, in das deutsche Regelschul- und Ausbildungssystem einzusteigen, um sich dort zu entfalten.

Seit 2013 unterstützen wir die SchlaU-Schule jährlich finanziell bei unterschiedlichen Projekten, wie zum Beispiel dem „Erlebnisorientierten Klettern“.

Die Bewegung hilft den Jugendlichen, den existenziellen Druck auszuhalten, unter dem sie als geflüchtete Menschen ohne festen Aufenthaltsstatus permanent stehen. Zugleich lernen sie wenigstens für Momente wieder das Gefühl einer Sicherheit kennen.

↳ SchlaU-Schule

Refugio

Seit 2014 unterstützen wir Refugio München mit einer jährlichen Spende.

Das Beratungs- und Behandlungszentrum für geflüchtete Menschen wurde 1994 gegründet und hat seitdem bereits viele Sozialpreise für seine außerordentliche und innovative Arbeit erhalten.

Refugio bietet eine Vielzahl verschiedener Angebote, u.a. in den Bereichen Psychotherapie, Sozialberatung, ärztliche Diagnostik und Begutachtung für geflüchtete Menschen und Folteropfer in München an. Speziell für Jugendliche und Kinder werden kunst- und spieltherapeutische Hilfen angeboten.

↳ Refugio

Crowdfunding für Refugees

Seit März 2015 sind genau zwischen dem Schall im Schilf Gelände und der Back to the Woods Location am Echinger Weg AsylbewerberInnen untergebracht. Sie kommen hauptsächlich aus Nigeria, Somalia, Senegal, Kongo, Eritrea, Mali, Pakistan und Syrien.

Das Containerhotel mit 144 Plätzen ist im Dezember 2015 eröffnet worden. Bis auf wenige Zimmer sind alle Räume belegt.

Im September 2015 wurden über ein Crowdfunding für 150 neu ankommende Personen Sprachlehrbücher und Schreibmaterial finanziert. Kellerkind hat dabei 50 % der insgesamt benötigten 2250 € gespendet.

Wir freuen uns, dass sich so viele an der Aktion beteiligt haben. Eine offizielle Meldung zur Übergabe der Sprachlern-Pakete findet ihr auf der ↳ Webseite der Stadt Garching.

Auch 2017 haben wir uns noch einmal mit einer Spende beimHelferkreis Garching beteiligt.

Bayerischer Flüchtlingsrat

Flucht und Migration finden statt, trotz und entgegen aller staatlichen Regulierungs- und Verhinderungsversuche. Doch niemand flieht freiwillig. Menschen verlassen ihre Herkunftsländer in bestimmten Lebenssituationen, in denen sie akut bedroht und auf Schutz und Unterstützung angewiesen sind.

Die Themen Flucht und Abgrenzung sind so aktuell wie nie, deshalb unterstützen wir seit einigen Jahren unter anderem den Bayerischen Flüchtlingsrat.

Dieser wurde 1986 gegründet und deckt verschiedene Bereiche ab: Mit der angebotenen Rechtsberatung und der Einzelfallhilfe in konkreten Notsituationen wird den betroffenen Personen direkt geholfen. Des weiteren ist der Flüchtlingsrat Träger ehrenamtlicher Projekte, leistet mit einer Vortragsreihe wichtige Aufklärungsarbeit gegen Vorurteile und macht politische Kampagnen um wichtige Forderungen durchzusetzen.

↳ Bayerischer Flüchtlingsrat

Wohnraum für geflüchtete Jugendliche

Große Massenunterkünfte für geflüchtete Menschen sind keine Lösung - dieses Projekt sucht neue Wege!

Der KuDePo e.V. sammelt Spenden für die Errichtung eines betreuten Wohnprojekts für unbegleitete, geflüchtete Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren.

Das Ziel ist es, für 10 junge Menschen einen betreuten Lebensraum als eine erste, persönliche und zeitlich begrenzte Unterkunft zu bieten. Die Unterkunft ist in das Freiraumprojekt AJZ Kita integriert welches den Jugendlichen viele Angebote zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bietet. Des weiteren werden die Jugendlichen auf ihrem Weg durch pädagogische Fachkräfte unterstützt und gefördert.

Konkret werden 2 Wohngemeinschaften mit je 5 Einzelzimmern eingerichtet. Dazu kommen noch ein Gemeinschaftsraum, Büro- und Besprechungsraum sowie Lager- und Hauswirtschaftsräume.

↳ KuDePo e.V.

AETAS Kinderstiftung

Die AETAS Kinderstiftung München hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche nach einem einschneidenden Ereignis zu betreuen, um spätere psychische Erkrankungen zu verhindern.

Die allererste Hilfe nach einem Unglücksfall leisten meist Kriseninterventionsteams (KIT), die mit den Rettungskräften zum Einsatzort kommen. Sie stehen Betroffenen in den ersten Stunden nach einem traumatischen Erlebnis bei.

Doch nach den ersten Stunden braucht es oft noch mehr. Dies ist die Zeit, die mit Fug und Recht als wegweisend bezeichnet werden kann. Doch auf weitere professionelle Hilfe müssen die Betroffenen oft lange warten. Diese Lücke schließt die AETAS Kinderstiftung.

Ihre Hilfe ist für betroffene Kinder und deren Bezugspersonen kostenlos und spendenfinanziert. Die AETAS Kinderstiftung hilft akut und in der Folgezeit. Wenn im Verlauf weiterer Bedarf sichtbar wird, vermitteln sie auch ergänzende oder weiterführende Maßnahmen.

Die Stiftung begleitet jährlich mehr als 1000 Personen.

↳ AEATAS Kinderstiftung

Kicken ohne Grenzen

Kicken ohne Grenzen ist ein Bildungsprojekt, das Jugendlichen ohne leistungsorientierte Aufnahmekriterien die Teilnahme an regelmäßigen kostenlosen Fußballtrainings ermöglicht.

Rund elf Prozent der 15- bis 24-Jährigen in Österreich sind weder in einer Ausbildung noch berufstätig. Dies macht es natürlich besonders schwer, im Berufsleben Fuß zu fassen, was in weiterer Folge zu sozialer Unsicherheit und Isolation führen kann.

Da das österreichische Bildungs- und Sozialsystem bislang keine zufriedenstellenden Antworten für diese Gruppe findet, kommt alternativen Lernformen - wie z.B. dem Bildungskonzept von Kicken ohne Grenzen - hier eine Schlüsselrolle zu:

Im Rahmen diverser Projekte bekommen diese jungen Menschen die Möglichkeit mit Hilfe spezifischer Übungen ihre sozialen und professionellen Kompetenzen zu entwickeln und zu verbessern und somit ihre Chance auf einen Ausbildungsplatz bzw. den Einstieg ins Berufsleben zu erhöhen. Dadurch fördert der Verein eine gleichberechtigte und nachhaltige Integration in die Gesellschaft.

Das Projekt betreut derzeit ca. 120 Jugendliche (Stand Ende 2018).

↳ Kicken ohne Grenzen

QueerYourope

Im Januar 2019 eröffnete das neue Projekt der InitiativGruppe e.V, welches bei der MIKADO-Jugendkultur und Bildung in Obersendling angesiedelt ist.

QueerYourope ist ein außerschulisches Bildungs- und Empowermentprojekt, das Münchner Jugendliche (vornehmlich - aber nicht ausschließlich - queer und of Color bzw. mit migrantischen Biografien) zur gesellschaftlichen Teilhabe befähigen bzw. ihre Partizipationsmöglichkeiten erweitern soll.

Sie sollen mit Pädagog*innen in steten Austausch treten können, in Beratungen und innerhalb einer inklusiven Gruppe, im Peer-to-peer, Akzeptanz, Schutz und Stärkung erfahren.

Regelmäßige Treffen mit niederschwelligen Angeboten schaffen eine Plattform des kontinuierlichen Austausches und der stärkenden Wissensvermittlung.

Queer*Yourope verfolgt einen intersektionalen, dezidiert partizipativen und emanzipatorischen Ansatz. In einem Prozess der Selbstbestimmung lernen die teilnehmenden Jugendlichen dieses Projektes durch die stetig begleitende Unterstützung von Pädagog*innen sich ihrer Scham, ihrer Wut und ihrer Ängste gewahr zu werden und sie möglicherweise teilweise zu überwinden.

Niederschwellige Maßnahmen sollen es ihnen möglich machen, sich untereinander besser kennenzulernen, gemeinsam eine emotional erleichternde Losgelöstheit zu entwickeln.

Durch Begegnungsangebote mit anderen ähnlichen bundes- oder europaweiten Initiativen treten sie von Peer-to-peer in einen stärkenden Austausch und vernetzen sich untereinander.

Begriffserklärungen:

  • Intersektionalität: Beschreibt das Zusammenwirken, die Verschränkung und gegenseitige Bedingung unterschiedlicher Formen von Diskriminierungen.
  • Jugendliche of Color bezeichnet jugendliche People of Color, Schwarze Jugendliche und Jugendliche mit Migrationsgeschichte (die allesamt, in unterschiedlicher Form, von Rassismus betroffen sind).
  • Queer unterscheidet in der Theorie zwischen anatomischem Geschlecht, kulturellem Geschlecht und sexueller Orientierung/Identität. Queer dient auch, wie in unserem Fall, als Sammelbezeichnung für LSBT* I*-Communitys (lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*)

↳ Queer Yourope